Schufa Auskunft

Auf dem Weg zu einem Kredit führt bei allen deutschen Kreditgebern der Weg an der Schufa nicht vorbei. Die Schufa, die “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditversicherung” hat dabei die ungefähr 70 Millionen Datensätze über die Kreditfähigkeit der deutschen Bürger gesammelt. Die Ausgabe der Schufa-Daten an die Bank darf aber nur nach eigener Einwilligung erfolgen, dies geschieht über die so genannte “Schufa-Klausel” im Kreditvertrag.

Welche Daten sind bei der Schufa erfasst?

Neben den persönlichen Daten wie Name, Anschrift, vorherige Anschrift und Geburtsdatum speichert die Schufa Daten der Konten von Banken, Mobilfunkanbietern, Leasing- oder Kreditraten und Bürgschaften. Diese Eintragungen müssen aber nicht durchweg negativ sein.

Problematisch wird es, wenn es zu Problemen bei der Ratenzahlung kommt. Noch schwerwiegender ist eine Kreditkündigung wegen fehlender Liquidität, eingezogener Kreditkarten oder Kontokündigungen seitens der Bank. Dies sind die so genannten Negativeintragungen, die erst nach drei Jahren zum Ende des Kalenderjahres wieder gelöscht werden. In dieser Zeit werden beinahe alle Kreditanträge abgelehnt, der einzige Weg ist der über einen Kredit ohne Schufa.

Gespeichert wird auch, wenn eine Eidesstattliche Versicherung (EV, vormals Offenbarungseid genannt) geleistet wurde. Hier gibt es über Jahre hinaus keine Chance auf einen Kredit über ein deutsches Kreditinstitut. Gleiches gilt für einen Haftbefehl, um die EV zu erzwingen oder die Eröffnung eines Privatinsolvenzverfahrens.

Wie bekomme ich eine Schufa Auskunft?

Gemäß Bundesdatenschutzgesetz hat jeder Bürger das Recht, Einsicht in die eigenen Schufa-Daten zu bekommen. Dies ist die so genannte Eigenauskunft bei der Schufa. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert. Neben der postalischen Anforderung einer einmaligen Schufa-Auskunft für 7,60 Euro gibt es jetzt auch die Möglichkeit, über das Internet ständige Einsicht in sein Schufa-Konto zu bekommen. Sie kostet einmalig 15,60 Euro (Preise Stand 11.12.08) und gilt ständig. Außerdem sieht man hier schnell seinen Schufa-Score, der den Banken dazu dient, die Bonität eines Kreditantragstellers abzuschätzen.

Die Online-Schufa-Auskunft kann unter meineSCHUFA.de beantragt werden. Nach der Registrierung bekommt man eine Passwortliste so wie eine Plastikkarte zugesendet. Die hier dargestellten Codes dienen zum Einloggen, und auf diese Weise ist das Verfahren besonders sicher. Es ist sehr empfehlenswert, regelmäßig seine Schufa-Daten zu kontrollieren, damit Kreditanträge nicht unnötig abgelehnt werden.

Kann ich eine negative Schufa Einträge löschen?

Dies kommt sehr auf den Einzelfall an. Handelt es sich um eine Eidesstattliche Versicherung oder einen Haftbefehl zur EV, so kann die negative Schufa-Auskunft dann gelöscht werden, wenn die Forderung beglichen ist. Dazu muss man mit dem Gläubiger oder dem Inkassounternehmen in Kontakt treten und um ein so genanntes Erledigungsschreiben bitten. Beim zuständigen Amtsgericht kann man sich hiermit aus dem öffentlichen Schuldnerverzeichnis löschen lassen, wobei man eine Löschungsurkunde überreicht bekommt. Mit dieser Löschungsurkunde löscht die Schufa den Negativeintrag sofort.

Jeder andere Negativeintrag bei der Schufa ist dann vom Gläubiger abhängig. Denn nur er kann nach Begleichung der Forderungen die vorzeitige Löschung beantragen. Dies ist nicht verpflichtend, und so kommt es ganz auf die Gegenseite an, ob die Löschung Erfolg hat oder nicht. Ein höflicher Brief, in dem man seine Situation darstellt, hilft hier aber häufig weiter.

Weitere Informationen: Sofortkredit ohne Schufa